Auf der Suche nach einer Salatbar
Mittags gehen wir immer essen. Thai, Italiener, Burgerladen etc. Es gibt bei uns um die Ecke so ziemlich alles. Am Anfang schmeckt auch alles super. Aber wenn man zum 50. mal rotes curry beim Thai ist, dann geht es einem irgendwann so richtig auf die Nerven. Als mir die Idee, die mich jetzt zu diesem Blog bewegt, gekommen ist, war ich verzweifelt auf der Suche nach etwas gesundem. Also so was wie Salat. Natürlich kann man in jedem Restaurant auch einen Salat bekommen, aber das sind dann meist langweilige Salate und mit so viel fiesem Dressing angemacht, dass es schon lange nicht mehr gesund ist. Schmecken tuts meistens übrigens auch nicht.
Die Salatbar…
Wo zum Teufel ist die Salatbar? Ein schickes Restaurant mit coolen Sesseln, öffentlichem W-Lan und einem großen Angebot an Salaten. Im Idealfall kann man sich da seinen Salat selbst zusammenstellen, mit einem Dressing anmachen und gut ist. Unser Büro ist im Prenzlauer Berg, direkt um die Ecke ist die Kastanienallee. Und nirgends in dieser langen Straße gibt es auch nur den Ansatz einer Salatbar. Oder wir hatten bisher Gurken auf den Augen.
…ist interaktiv
Ok. Nicht ganz uninteressiert am neuen Hype des Web (auch gerne Version 2.0 genannt) kam dann noch folgender Gedanke hinzu. Die Kunden in der Salatbar könnten den Salat über einen Terminal oder sogar ihr Handy/Laptop selbst aus vorgegebenen Zutaten mixen. Anschließend wird der Salat dann von einem Salatdesigner (so nenn ich ihn jetzt einfach mal) schön angerichtet und serviert. Der Clou. Das Rezept für den Salat wird jetzt im Internet gespeichert. Ab sofort können sich andere Kunden genau diesen Salat bestellen, denn das Rezept haben wir ja gespeichert. In der angeschlossenen Salatcommunity im Web können die Rezepte dann noch bewertet werden und auch von aussen verfeinert werden. Somit haben wir dann in der Salatbar einen großen Bildschirm, der die Informationen direkt aus dem Internet zieht. Dort steht die abwechslungsreiche Karte für all diejenigen zur Verfügung, die einfach nur Salat essen möchten.
Diese Salatbar ist also mehr als nur eine Salatbar. Sie ist in eine Community eingebunden in der die Kunden die Rezepte selbst erfinden.
Das ist in Grundzügen die Idee der interaktiven Salatbar.
Wer mymuesli.de oder Spreadshirts.de kennt wird einige Parallelen feststellen. Und das ist auch gut so.


Am 17. Juli 2007 um 14:46 Uhr
der sogenannte Salat-Longtail
Aber wo liegt der Vorteil gegenueber einer normalen Salatbar wie z.B. bei Maredo (die Salatbar mit der groessten Auswahl die mir spontan einfaellt)?
Was ist der Anreiz den Salat von einem Kellner zusammenstellen zu lassen? Wenn der Kopfsalat mal nicht so frisch aussieht und mich gelber Mais anlaechelt entscheide ich mich auch mal spontan zu einer anderen Mischung. Wenn das zusammenstellen der Salatelemente (um im programmiererjargon zu bleiben) per Internet/Computer geschieht hab ich keine Moeglichkeit die Qualitaet der einzelnen Produkte zu sehen.
Am 17. Juli 2007 um 15:18 Uhr
Hallo Henrik,
vielen Dank für den Kommentar!
Wenn wir von Salatbar sprechen meinen wir immer ein Restaurant, das sich ausschließlich mit Salat befasst. Maredo ist ja eher ein Steakhaus und nebenbei gibt es Salat. In der Mittagspause möchte man aber vielleicht nicht immer das Steak sondern einfach mal einen schönen leichten Salat. Also ich suche schon länger nach einer Salatbar in Berlin. Bei uns um die Ecke (Kastanienallee) gibt es keine. Klar, kann man auch im Restaurant einen Salat bestellen, aber die sind nicht spezialisiert auf den Salat. Da passt das Image nicht. Und die Auswahl ist sehr begrenzt.
Was das selber mixen angeht: Die Idee ist, dass man natürlich die Zutaten selbst sehen kann. Man kann dann zum Beispiel auch auf eine Zutat drücken und somit wird der Mix dann auch im Web gespeichert.
Warum Community? Weil Salat an sich zwar schon ganz schön ist, aber wenn man sich drüber austauschen kann und dazu noch rezepte von anderen ausprobieren kann… um so abwechslungsreicher
Am 25. Juli 2007 um 15:50 Uhr
Warum nur eine Salatbar? Ich könnte mir vorstellen, das der User der Salatbarwebseite nicht unbedingt in der Nähe der Kastanienallee sitzt. Den würden wir ja dann von den Köstlichkeiten fern halten und sein Geld von der Salatbarkasse.
Vorstellbar wäre doch auch, dass die Bestellungen der Webseite bei ausgewählten Kooperationspartnern “weltweit” eingehen kann. Der User sucht sich seinen Standort an dem er den Salat verzehren will also selber aus und die Umsätze könnte man damit auch steigern.
Die Kooperationspartner müssten dann halt nur die Rezepte der Salatbar fachgerecht zubereiten und servieren. Für die hätte es ja auch nur Vorteile falls die Webseite dann mal laufen sollte.
In der Kastanienalle steht dann halt nur das Stammhaus.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man den Rezepterfinder an den Umsätzen teilhaben lassen kann. Ähnlich wie bei istockphoto.com wird der Rezepterfinder beim Bestellen einer seiner Kunstwerke bzw. Kreationen am Umsatz beteiligt. Das spornt an sich selber Rezepte auszudenken und eröffnet ganz neue Möglichkeiten des Geldverdienens.
Mal was anderes als eine Bonuskarte (Stempeldinger)
Am 7. August 2007 um 10:28 Uhr
Hallo zusammen,
Eure Idee finde ich super - einerseits der mymuesli-Customizing Ansatz, andererseits die Verbindung von Online- und Offline-Welt. Genial.
LG von doctea